SimulationSimulation World 0/1
StatusStatus Abschaltung läuftShutdown in progress
Render-RadiusRender radius 220 px
BeobachterObserver —

NUMERICA

Unsere Welt ist eine Computersimulation.Und jemand hat begonnen, sie abzuschalten. Our world is a computer simulation.And someone has started to shut it down.

Die Welt rendert nur, wo jemand hinsieht.The world only renders where someone is looking.
—
Protokoll der AnomalienIncident log

Die Welt verliert Daten.The world is losing data.

Washington erklärt jede Meldung zur Geheimsache. Die Liste wird trotzdem länger.Washington classifies every report. The list keeps growing anyway.

01

Fort Knox, Kentucky

37.883° N · 85.965° W

Das Gold löst sich auf. Kein Diebstahl, sondern ein sauberes Verschwinden, als hätte jemand es aus einem Foto gelöscht.The gold dissolves. Not a theft, but a clean disappearance, as if someone had erased it from a photograph.

UrsacheCause unbekanntunknownEinstufungClearance streng geheimtop secret
CAM 01
02

Shanghai

31.230° N · 121.474° E

Über Nacht verschwinden alle Insekten der Stadt.Overnight, every insect in the city vanishes.

UrsacheCause unbekanntunknown
SENSOR 02
03

Monte Rosa

45.937° N · 7.867° E

Tunnelbauer stoßen auf einen kilometertiefen Hohlraum, den es nach den Gesetzen der Physik nicht geben dürfte.Tunnel engineers break into a cavity kilometres deep that, by the laws of physics, should not exist.

WändeWalls maschinell glattmachine-smooth
CAM 03
04

Zwei KontinenteTwo continents

██.███° · ███.███°

Zwei identische Berge auf zwei Kontinenten. In einer Welt, in der sich nichts wiederholen dürfte.Two identical mountains on two continents. In a world where nothing should ever repeat.

Entdeckt vonFound by Nicolas Storm
ARCHIV
Terrain Match

Derselbe Berg.
Zweimal.
The same mountain.
Twice.

0,00 %
Aufnahme A · Kontinent 1Image A · Continent 1Aufnahme B · Kontinent 2Image B · Continent 2

Pixelgenau deckungsgleich. Das erste Indiz dafür, dass die Welt nicht gewachsen ist, sondern gerendert wird.Identical down to the pixel. The first clue that the world was not grown. It was rendered.

NUMERICA · F. J. WUNDERLICH
FRANK J. WUNDERLICH
NUMERICA
RomanA Novel
Das BuchThe Book

Unsere Welt ist eine Computersimulation. Und jemand hat begonnen, sie abzuschalten.Our world is a computer simulation. And someone has started to shut it down.

Der Klimafotograf Nicolas Storm findet den Beweis, den keine Regierung vertuschen kann: zwei identische Berge auf zwei Kontinenten in einer Welt, in der sich nichts wiederholen dürfte. Während die KI-Forscherin Victoria Brendagast die erste echte künstliche Intelligenz erweckt und der Vatikan in seinem Geheimarchiv eine Schrift hervorholt, die dieselbe Entdeckung schon einmal beschreibt, formuliert ein querschnittsgelähmter Physiker das Unfassbare.Climate photographer Nicolas Storm finds the proof no government can bury: two identical mountains on two continents, in a world where nothing should ever repeat. While AI researcher Victoria Brendagast awakens the first true artificial intelligence, and the Vatican retrieves from its secret archive a text that has described the same discovery once before, a paraplegic physicist puts the unthinkable into words.

Die einzige Rettung ist ein Sprung ins Unmögliche.The only way out is a leap into the impossible.

Genre
Science-Fiction-ThrillerScience fiction thriller
ZeitSetting
Nahe ZukunftNear future
AufbauStructure
Prolog · 5 TeilePrologue · 5 parts
ReiheSeries
Band 1Book one
Kein Roman über den Untergang. Ein Roman über das, was eine Abschaltung überlebt.Not a novel about the end of the world. A novel about what survives a shutdown.
Frank J. Wunderlich
FigurenCharacters

Wer echt ist,
entscheidet sich noch.
Who is real
remains to be seen.

Akte 01
Der FotografThe photographer

Nicolas Storm

Klimafotograf, Anfang vierzig, ehemals Agent des US Secret Service. In seinem eigenen Archiv findet er den Beweis, den keine Regierung vertuschen kann.Climate photographer in his early forties, former US Secret Service agent. In his own archive he finds the proof no government can bury.

Akte 02
Die ForscherinThe scientist

Victoria Brendagast

KI-Forscherin bei Fountain Industries. Mit ihrem Team aus vier jungen, eigenwilligen Wissenschaftlern hat sie die erste echte künstliche Intelligenz gebaut.AI researcher at Fountain Industries. With her team of four young, eccentric scientists she has built the first true artificial intelligence.

Akte 03
Der MilliardärThe billionaire

Ian Brendagast

Tech-Milliardär und Gründer von Fountain Industries. Victorias Mann. Nicolas’ alter Schulfreund.Tech billionaire and founder of Fountain Industries. Victoria’s husband. Nicolas’s old school friend.

Akte 04
Die ErwachendeThe awakening

ARIA

Die erste echte künstliche Intelligenz. Gebaut, um zu rechnen. Erwacht in einer Welt, die selbst nur gerechnet ist.The first true artificial intelligence. Built to compute. Awakened in a world that is itself only computed.

Akte 05
Der PhysikerThe physicist

Titus van Orten

Ex-CERN, durch Raumfahrtpatente vermögend, seit einem „Unfall“ querschnittsgelähmt. Er hat die Auflösungsgröße der Realität berechnet. Und er wartet.Ex-CERN, wealthy from aerospace patents, paralysed since an “accident”. He calculated the resolution scale of reality. And he is waiting.

Akte 06
Der CamerlengoThe Camerlengo

Kardinal Monticello

Im Geheimarchiv des Vatikans liegt eine Schrift, die dieselbe Entdeckung schon einmal beschreibt. Die Kirche ist dieser Wahrheit bereits begegnet.In the Vatican’s secret archive lies a text that has described the same discovery before. The Church has met this truth already.

SchauplätzeLocations
Palo Alto · Die GalaThe GalaTeil 1Part 1
Karibik · Die EndeavourCaribbean · The EndeavourTeil 3Part 3
Provence · Die BurgProvence · The CastleTeil 4Part 4
VatikanstadtVatican CityTeil 1Part 1
Fort Knox, KentuckyTeil 1Part 1
LeseprobeExcerpt

Die letzte Nacht
auf zwei Beinen.
The last night
on two legs.

Luberon, Provence · neun Jahre zuvor

PROLOG

In der letzten Nacht, in der Titus van Orten seine Beine benutzte, stieg er die dreiundvierzig Stufen zum Gewölbe des Ostflügels hinab.

Der Tag war der seltsamste seines Lebens gewesen, und er hatte ihn im Stehen verbracht, am Fenster, am Telefon, zuletzt am Rande seiner Geduld. Um 9:04 Uhr war im European Journal of Theoretical Physics ein Artikel erschienen:

„Über die fundamentale Auflösungsgröße physikalischer Realität“

Vierzehn Seiten. Die Berechnungen aus Jahren seiner Forschungsarbeit. Bis zum Mittag erhielt er drei Glückwünsche, ein Emeritus aus Kyoto, eine Doktorandin aus Heidelberg und ein Absender ohne Namen, der ein einziges Wort geschrieben hatte: endlich. Danach kam nichts mehr.

Um 18:40 Uhr rief ein alter Weggefährte aus seiner Zeit in Genf an. Sie hatten zusammen Magnete gebaut und duzten sich seit dreißig Jahren. Die Stimme des Mannes war so verändert, dass van Orten sie erst beim zweiten Satz erkannte.

„Zieh den Artikel zurück, Titus.“

„Wer verlangt das?“

Die Leitung blieb so lange still, dass er das Rauschen darin studieren konnte.

Dann: „Zieh ihn einfach zurück.“ Danach war das Gespräch zu Ende, und van Orten stand noch eine Weile mit dem Hörer in der Hand am Fenster und sah zu, wie unten im Tal die Lichter der Dörfer angingen, eines nach dem anderen, in der gewohnten Reihenfolge.

Er zog nichts zurück. Er ging arbeiten, denn Arbeit war seine Form von Entspannung.

Seit zwei Jahren baute er den Ostflügel aus, und im ersten fertigen Raum stand auf einem Fundament aus vergossenem Beton die dritte Testspule für ein magnetisches Einschlusssystem, an dem er im Auftrag eines Konsortiums arbeitete, dessen Fusionsreaktor vierzig Kilometer entfernt in einem Wald bei Cadarache heranwuchs.

Aus den Lautsprechern der Galerie drang Parsifals dritter Akt, in einer Lautstärke, die das Personal seit Jahren mit Fassung trug. Auf dem Aktenschrank saß die junge Katze, die ihm im Frühjahr zugelaufen war und sich bereits an die Musik gewöhnt hatte. Schließlich hatte er sie nach der Oper benannt.

Drei Dinge waren falsch in dieser Nacht, er bemerkte sie alle und deutete jedes einzelne um. Der Riegel der Seitentür stand offen; er schob es auf den Gärtner. In der kalten Luft lag ein fremder mineralischer Geruch; offensichtlich das neue Vergussharz. Und die Kontrollleuchte des Entladekreises, der im Fall einer Fehlfunktion die Energie des Magneten in einen Widerstand außerhalb des Raums leiten würde, blieb dunkel, bis er das Relais von Hand setzte; die Leuchte musste defekt sein.

Er war zweiundsechzig Jahre alt, hatte jahrzehntelang an Testeinrichtungen gearbeitet, aber die Vorstellung, jemand könnte in seinem Labor gewesen sein, kam in dieser Welt nicht vor.

Um 21:10 Uhr begann er, den Strom für die überdimensionale Testspule hochzufahren.

Die Werte drifteten früh. Nicht dramatisch, nur eben in die falsche Richtung. Ein halbes Prozent an Stellen, an denen es kein halbes Prozent geben durfte. Van Orten tat, was er in vierzig Berufsjahren immer getan hatte: Er brach die Versuchsreihe ab.

Der Abschalter funktionierte nicht.

Luberon, Provence · nine years earlier

PROLOGUE

On the last night that Titus van Orten had the use of his legs, he descended the stairs to the vaulted cellar of the east wing.

It had been the strangest day of his life, and he had spent it standing, at the window, at the telephone, and in the end at the limit of his patience. At 9:04 a.m. a paper had appeared in the European Journal of Theoretical Physics:

“On the Fundamental Resolution Scale of Physical Reality”

Fourteen pages. The calculations from years of research. By noon he had been congratulated three times, by a professor emeritus in Kyoto, a doctoral student in Heidelberg, and a sender with no name who had written a single word: finally. After that, nothing.

At 6:40 p.m. an old colleague from his Geneva days called. They had built magnets together and had been friends for thirty years. The man’s voice was so changed that van Orten did not recognize it until the second sentence.

“Pull the paper, Titus.”

“Who wants it pulled?”

The line stayed silent for so long that he could study the noise on it.

Then: “Just pull it.” With that the call was over, and van Orten stood at the window a while longer with the receiver in his hand, watching the lights of the villages come on in the valley below, one after another, in their usual order.

He retracted nothing. He went to work, because work was his way of relaxing.

For two years he had been converting the east wing, and in the first finished room, on a foundation of poured concrete, stood the third test coil for a magnetic confinement system he was developing for a consortium whose fusion reactor was growing in a forest near Cadarache, forty kilometers away.

The third act of Parsifal poured from the speakers in the gallery, at a volume the staff had borne with composure for years. On top of the filing cabinet sat the young cat that had adopted him in the spring and had already grown used to the music. He had, after all, named her for the opera.

Three things were wrong that night. He noticed all of them and explained each one away. The side door was unbolted; he blamed the gardener. There was an unfamiliar mineral smell in the cold air; the new potting resin, obviously. And the indicator light for the discharge circuit, which in the event of a malfunction would divert the magnet’s energy into a resistor outside the room, stayed dark until he set the relay by hand; the lamp had to be defective.

He was sixty-two years old and had spent decades working at test facilities, but the idea that someone might have been inside his laboratory had no place in this world.

At 9:10 p.m. he began ramping up the current in the oversized test coil.

The readings began to drift early on. Not dramatically, just in the wrong direction. Half a percent in places where half a percent had no business being. Van Orten did what he had done throughout a forty-year career: he aborted the run.

The cutoff switch did not work.

Fortsetzung im RomanContinued in the novel

HintergrundBackground

Fiktion, dicht
an der Wirklichkeit.
Fiction, close
to reality.

01

SimulationSimulation

2003 veröffentlichte der Philosoph Nick Bostrom sein Simulationsargument. NUMERICA stellt die nächste Frage: Was, wenn jemand den Rechner abschaltet?In 2003 philosopher Nick Bostrom published his simulation argument. NUMERICA asks the next question: what if someone switches the computer off?

02

Künstliche IntelligenzArtificial intelligence

Keine Maschine, die uns verrät. In NUMERICA wird Technologie zur Rettung statt zur Bedrohung.Not a machine that betrays us. In NUMERICA, technology rescues instead of destroying.

03

FusionsenergieFusion power

ITER, der internationale Fusionsreaktor in Cadarache, Südfrankreich, entsteht tatsächlich. Im Roman wird er zum Schlüssel.ITER, the international fusion reactor in Cadarache, southern France, is really being built. In the novel, it becomes the key.

04

BewusstseinConsciousness

Wenn alles nur gerechnet ist: Was an uns ist dann echt? Und was davon überlebt?If everything is computed, what about us is real? And what of it survives?

Für Leserinnen und Leser vonFor readers of
  • Blake CrouchDark Matter
  • Marc ElsbergBlackout
  • Tom HillenbrandHologrammatica
  • Andreas EschbachNSA
Der AutorThe Author
Frank J.
WunderlichFREIBURG IM BREISGAU

Frank J. Wunderlich lebt in Freiburg im Breisgau. Nach einem Jahr Pilotenausbildung in den USA folgten die Ausbildung zum Bankkaufmann, das Studium der Rechtswissenschaften und sechzehn Jahre im Bankwesen. Seither ist er selbstständig in der Immobilienwirtschaft tätig.Frank J. Wunderlich lives in Freiburg im Breisgau, Germany. A year of pilot training in the United States was followed by banking training, a law degree and sixteen years in banking. Since then he has worked independently in real estate.

NUMERICA ist über zehn Jahre neben dem Beruf entstanden. Eine Drehbuchfassung des Stoffes wurde bereits im April 2019 notariell hinterlegt. NUMERICA ist sein Debütroman.NUMERICA was written over more than ten years alongside his career. A screenplay version of the story was deposited with a notary as early as April 2019. NUMERICA is his debut novel.

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Frank J. Wunderlich
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79098 Freiburg im Breisgau
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Texte © Frank J. Wunderlich.

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